Verbandsrunde 3.Spieltag: Wenn einer eine Reise tut...

...kann er was erleben!

Die ungewohnte Abfahrtszeit von 8:15 Uhr und die recht lange Fahrtdauer war für den Biorhythmus unserer Bereichsliga-Spieler schon eine kleine Herausforderung, ging es doch am vergangenen Sonntag zum Ausswärtsspiel ins knapp 100km entfernte Bad Mergentheim.  Entschädigt wurden wir dort dafür mit gediegenem Ambiente (einem Frühstücksraum des Familotels "Granfamissimo"), einer schönen Terrasse mit Ausblick, und kostenfreiem Kaffee/Getränken im Spiellokal - und was noch wichtiger ist: einem Punkt! Berücksichtigt man nämlich die Tatsache, dass unser etatmäßiges zweites Brett kurzfristigst absagen musste und somit keine Zeit mehr blieb, um eine entspannte Aufstellungsänderung vorzunehmen, und die Prognose eindeutig gegen uns sprach, ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis! Überhaupt wurde "Zeit" an diesem Spieltag zu einem wichtigen Faktor, wie sich im Verlauf der Begegnungen zeigen sollte. Aufgrund der Umstände kamen wir entsprechend langsam aus den Startlöchern, und mit Remisen konnte man vorerst leben. Ein frühes dementsprechendes Angebot von Stefan Wagner an Brett 5 wurde von seinem stärker eingeschätzten Gegner vorerst abgelehnt, um dann letztendlich doch zur Punkteteilung ausgespielt zu werden. Auch Arno Kaltenbach am vierten Brett nahm vernünftigerweise lieber den halben Punkt mit, da er sich in seiner Bauernstruktur etwas unwohl fühlte. Die Zeit verging...auf unserer Seite der Uhr aber leider deutlich schneller! Brett 6 verlor in eigentlich vernünftiger Position durch Zeitüberschreitung, und auch an Nr.8 sorgte die ablaufende Uhr schließlich für den Verlust der Partie. Am siebten Brett kamen beide Protagonisten ebenfalls in Zeitnot, und ein kapitaler Schnitzer des Gegners in schlechter Stellung verschaffte uns hier endlich durch Jens Im Brook den ersten vollen Punkt zum zwischenzeitlichen 2:3. Am Spitzenbrett konnte derweil keine Seite entscheidenden Vorteil erringen - auch hier trennten sich Polina Zilberman und ihr Gegner mit einem Remis. Somit waren wir in den beiden noch laufenden Partien unter Zugzwang, doch unsere Spieler zeigten sich dem Druck gewachsen: Lennart Back an Brett 3 bot eine blitzsaubere Leistung, konnte seinem fast 300 (!) DWZ-Punkte stärkeren Gegner spielend Paroli bieten und das Remis sichern, während Ralf Becker einmal mehr seine überaus gute Form bestätigte, und sein Gegenüber im souverän geführten Endspiel in die Schranken verwies. Endergebnis somit 4:4 - ein wichtiger Zähler im Kampf um den Klassenerhalt!

Unsere zweite Mannschaft war zu Gast im wunderschön renovierten Tairnbacher Schloß zum Spiel gegen Mühlhausen II.
Den Auftakt machte Andreas Fleischmann an Brett 4 mit einem schnellen Remis. Simon Gugau an Brett 6 kämpfte in der Partie mit dem größten Unterhaltungswert nach einem Figurenverlust lange gegen die letztlich unvermeidliche Niederlage. Anschließend gewann Jannik Erhard an Brett 5 eine eigentlich remisträchtige Partie dank eines gegnerischen Fehlers im Endspiel. An den restlichen Brettern dauerten die Spiele hingegen deutlich länger. Martin Kühn an Brett 7 blieb auch nach seinem 2. Verbandsspiel bei einer hundertprozentigen Erfolgsquote; ein Figurenverlust des Gegners brachte ihn früh auf die Siegerstraße. Dies bedeutete die zwischenzeitliche 2,5:1,5-Führung. An Brett 8 gab Stephan Stegmüller ein starkes Debüt, hatte jedoch leider einen Gegner erwischt, der wohl nur mangels einer DWZ-Zahl nicht an einem höheren Brett spielte. Nun mußte die Entscheidung an den ersten 3 Brettern fallen. Unser Spitzenspieler Helmut Striebich hielt seine Partie dabei remis. Leider endeten die Spiele an Brett 2 und 3 mit Ralf Gugau und Walter Kaltenbach trotz zwischenzeitlicher Positions- und Zeitvorteile mit einer Niederlage bzw. einem Remis, was insgesamt zu einer knappen 3,5:4,5-Niederlage führte. Damit bleibt unserer zweiten Mannschaft in dieser Saison das Pech treu: nach 3 Spielen steht ein einziges Pünktchen zu Buche; mit nur ein wenig mehr Glück hätten es die vollen 6 Punkte sein können.